Die Zügelhilfe

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Zügelhilfen werden immer nur in Verbindung mit anderen Hilfen gegeben. Um Zügelhilfen überhaupt annehmen zu können, muss das Pferd durchlässig sein. Was das bedeutet, können Sie hier nachlesen.

Wir unterscheiden folgende Zügelhilfen:

  • die annehmende Zügelhilfe
  • die nachgebende Zügelhilfe
  • die durchhaltende Zügelhilfe
  • die verwahrende Zügelhilfe
  • die seitwärts weisende Zügelhilfe 

Die annehmende Zügelhilfe

Für diese Hilfe wird die Reiterfaust kurz fest geschlossen, oder aber wenn mehr intensität benötigt wird, die Faust leicht nach innen gedreht. Diese Hilfe wird z.B. beim Anhalten oder wechseln von Gangarten genutzt. Ebenso kann mit ihr die Anlehnung korrigiert werden oder das Pferd für eine neue Lektion aufmerksam gemacht werden. Die annehmende Zügelhilfe wird immer durch eine nachgebende ergänzt.

Die nachgebende Zügelhilfe

Nach der annehmenden Zügelhilfe erfolgt grundsätzlich eine nachgebende. Hier gehen die Hände in die Ausgangshaltung zurück bzw. die Faust wird wieder etwas geöffnet.

Die durchhaltende Zügelhilfe

Sollte das Pferd sich einmal gegen die Hand stemmen oder über dem Zügel gehen, kann diese Hilfe eingesetzt werden. Hierbei werden die Hände in Grundstellung belassen und halten dem Druck des Pferdes gegen die Hand stand. Gleichzeitig werden treibende Hilfen eingesetzt um das Pferd zu veranlassen, wieder weich im Maul zu werden und an den Zügel heranzutreten.

Die seitwärts-weisende Zügelhilfe

Sie hilft insbesondere jüngeren Pferden oder Pferden am Anfang ihrer Ausbildung den Weg. Hierbei wird die Reithand mit dem Zügel etwas in die Richtung geführt, in die das Pferd gehen soll.


Agentur Pferde.BIZ @ 2018